Michaela Teltschik
Für Dettenhausen

Rückblick

Kandidatenvorstellung am 23.10.2026

Bei der Kandidatenvorstellung hatte die Kandidaten die möglichkeit sich den Bürgern von Dettenhausen zu präsentieren und wichtige Punkte anzusprechen. Die Einwohner Dettenhausens konnten vorab Fragen einreichen.

Meine Rede zur Kandidatenvorstellung

Michaela Teltschik

Einen schönen guten Abend, meine Damen und Herren!

Ich freue mich wirklich sehr, dass heute so viele Menschen hier sind und dass Sie mir die Gelegenheit geben, mich Ihnen persönlich vorzustellen.

Mein Name ist Michaela Teltschik. Ich bin verheiratet, habe drei Kinder, die hier in Dettenhausen zur Schule gegangen sind, und inzwischen auch eine Enkelin, die ebenfalls hier den Kindergarten besucht hat und heute hier zur Schule geht.

Dettenhausen ist also nicht einfach irgendein Ort für mich. Dettenhausen ist ein Stück Heimat. Hier kenne ich die Menschen, die Vereine und viele der Themen, die unseren Ort bewegen. Und heute stehe ich vor Ihnen, weil ich mich bei Ihnen als Bürgermeisterin bewerbe. Vielleicht denkt der eine oder die andere jetzt: Eine Mesnerin? Eine Mesnerin, die sich zutraut, Bürgermeisterin zu werden?

Ja, das tue ich! Und ich möchte Ihnen heute erklären, warum. Denn ich bin nicht nur Mesnerin. Ich bringe viele unterschiedliche Erfahrungen mit, die mich geprägt haben und die ich für dieses Amt einsetzen möchte. Ich habe ein Ausbildung als Beamtin im mittleren Dienst absolviert und danach Führungserfahrung gesammelt. Anschließend war ich als Sicherheitsbeauftragte am Flughafen tätig. Dort habe ich gelernt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und mit ganz unterschiedlichen Menschen und Situationen umzugehen.

Und genau darin sehe ich auch eine wichtige Aufgabe von Führung. Mein Führungsstil ist leistungsorientiert und wertschätzend. Mir ist wichtig, die Stärken eines Menschen zu erkennen und ihn so einzusetzen und zu begleiten, dass er seine Fähigkeiten entwickeln kann.

Und das gilt für mich nicht nur im Umgang mit einzelnen Menschen. Das gilt genauso für eine Verwaltung, für einen Verein und letztendlich auch für eine Gemeinde.

Ich bin überzeugt: Gute Ergebnisse entstehen dort, wo Menschen ihre Stärken einbringen können und sich gleichzeitig wertgeschätzt fühlen. Nun fragen sich vielleicht manche: Warum ist jemand, der so viele unterschiedliche Aufgaben übernommen hat, heute Mesnerin? Auch das möchte ich Ihnen erklären. Nach meiner Arbeit im Sicherheitsbereich stand ich vor der Frage, wie ich Beruf und Familie miteinander vereinbaren kann. Ich hatte Kinder, für die ich da sein wollte. Gleichzeitig musste ich Geld verdienen, wollte beruflich tätig bleiben und suchte eine Aufgabe, die zu unserer Familiensituation passte.

Und manchmal muss man im Leben Entscheidungen treffen. Entscheidungen, die nicht immer einfach sind. Ich habe mich damals für meine Familie entschieden.

Ich weiß also, was es bedeutet, Verantwortung zu tragen, die eigenen Möglichkeiten abzuwägen und nach einer Perspektive zu suchen, die zum Leben passt. Damals kam mir die Gemeinde entgegen und sagte sinngemäß: Dann mach doch das Bürgerhaus! Und so durfte ich eine Aufgabe übernehmen, durch die ich unsere Gemeinde noch einmal ganz anders kennenlernen konnte. Das Bürgerhaus ist mir ans Herz gewachsen. Ich habe dort bewirtet, mit Vereinen zusammengearbeitet, Veranstaltungen begleitet und viele Menschen kennengelernt.

Was ich mache, das mache ich mit Herzblut. Bewusst, mit Überzeugung und gerne. Denn wenn ich eine Aufgabe übernehme, dann möchte ich sie auch richtig machen. Im Laufe der Zeit habe ich mich selbstständig gemacht, im Bürgerhaus gearbeitet und mich gleichzeitig beruflich weiterentwickelt. Nebenher war ich als Springkraft in den Kindergärten und in der Kernzeit tätig. Daraus entwickelte sich mein Weg in die pädagogische Arbeit. Am Ende war ich anerkannte pädagogische Fachkraft für die Gemeinde und habe in der Kleinkindgruppe gearbeitet. Auch im Personalrat war ich tätig.

Nach 2019 habe ich mich beruflich noch einmal neu orientiert und bin bei der Johanneskirche hier in Dettenhausen gelandet. Als Mesnerin habe ich wieder eine Aufgabe gefunden, bei der ich viel mit Menschen zu tun habe, Verantwortung übernehme und gleichzeitig meine persönlichen Werte leben kann. Ich begleite Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Inzwischen bilde ich auch Mesner und Hausmeister aus und bin in Grund- und Aufbaukursen sowie in Fortbildungen des evangelischen Mesnerbunds tätig. Meine Arbeit als Mesnerin ist für mich also nicht einfach nur ein Beruf. Sie steht auch für meine Glaubenswerte und gibt mir einen persönlichen Ausgleich zu meinen anderen Aufgaben. Und deshalb sage ich ganz bewusst: Ich bin nicht nur Mesnerin. Ich bin eine Frau mit vielfältigen beruflichen Erfahrungen, mit Führungserfahrung und mit einer großen Verbundenheit zu Dettenhausen. Ein weiterer wichtiger Teil meines Lebens ist der Sportverein. Seit 2019 bin ich erste Vorsitzende des VfL Dettenhausen mit rund 1.000 Mitgliedern. Auch hier trage ich Verantwortung. Wir haben eine Geschäftsstelle, beschäftigen Mitarbeitende und verpachten eine Gaststätte und auch hier wird verwaltet . Es geht um Organisation, Personal, Kommunikation, Entscheidungen und natürlich auch um die Frage, wie wir unseren Verein gut in die Zukunft führen.

Auch der Sport begleitet mich schon sehr lange. Über viele Jahre habe ich Kindertanz unterrichtet, davon 23 Jahre hier im Verein. Ich habe den Trainerschein C erworben und verschiedene Aufgaben übernommen, unter anderem in der Abteilungsleitung. Auch das gehört zu meinem Erfahrungsschatz, wie wichtig Vernetzung und zuhören auf allen ebenen ist.

Und genau diese Fähigkeiten braucht man auch in der Kommunalpolitik. Dazu kommt meine Erfahrung als Gemeinderätin. Seit sieben Jahren bin ich im Gemeinderat tätig und kenne dadurch die Strukturen und Abläufe unserer Gemeinde auch von der politischen Seite. Ich weiß, wie Entscheidungen zustande kommen, welche Herausforderungen die Verwaltung bewältigen muss und wie schwierig es manchmal sein kann, unterschiedliche Vorstellungen unter einen Hut zu bringen. Und ich weiß auch: Nicht jede gute Idee lässt sich sofort umsetzen. Häufig geht es ums Geld. Die finanziellen Möglichkeiten sind begrenzt, und man muss genau überlegen, welche Maßnahmen sinnvoll, notwendig und machbar sind. Aber ich bin überzeugt, dass wir nicht immer nur auf das schauen dürfen, was finanziell gerade nicht möglich ist. Wir müssen auch schauen, welche Möglichkeiten wir gemeinsam schaffen können. Wo können wir uns vernetzen? Wo können Vereine, Gemeinde, Einrichtungen und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten? Wo können wir vorhandene Stärken besser nutzen? Nicht jedes Problem lässt sich allein mit Geld lösen.

Für mich sind Kommunikation, Transparenz und Wertschätzung die Grundlagen einer guten Gemeindeführung. Ich möchte die Menschen mitnehmen. Denn es reicht nicht, eine Entscheidung zu treffen und anschließend zu erwarten, dass alle sie einfach akzeptieren. Und sie möchten die Möglichkeit haben, ihre Fragen und ihre Anliegen einzubringen. Das bedeutet für mich Transparenz.

Natürlich wird es auch als Bürgermeisterin Situationen geben, in denen man Entscheidungen treffen muss, die nicht einfach sind. Aber man kann auch schwierige Entscheidungen offen und respektvoll kommunizieren. Man kann erklären, zuhören und nach Lösungen suchen, ohne dabei die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren.

Ich möchte, dass wir unsere Gemeinde sichtbar, offen und gemeinsam gestalten. Dass wir gute Dinge bewahren, aber auch den Mut haben, dort Veränderungen anzugehen, wo sie notwendig sind. Dabei möchte ich auf das aufbauen, was Dettenhausen auszeichnet: die Menschen, das Engagement in den Vereinen, die Verbundenheit mit unserem Ort und die Bereitschaft vieler, sich einzubringen.

Ich weiß, dass das Amt einer Bürgermeisterin vielseitig ist. Es bedeutet, Verantwortung für die Verwaltung zu tragen, Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen, Mitarbeitende zu führen, die Gemeinde nach außen zu repräsentieren und für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar zu sein, dies alles gehört zum verwalten dazu.

Und es bedeutet auch, nicht für alles sofort eine Antwort zu haben, sondern bereit zu sein, sich einzuarbeiten, Fragen zu stellen und gemeinsam mit den Fachleuten gute Entscheidungen zu treffen. Ich traue mir diese Aufgabe zu, mit Bodenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Erfahrung, Einsatzbereitschaft und den Willen, gemeinsam etwas zu bewegen.

Ich habe hier nur eine sehr begrenzte Redezeit, aber ich möchte Ihnen vor allem die Gelegenheit geben, mit mir ins Gespräch zu kommen. Ich möchte mit Ihnen gemeinsam daran arbeiten, dass Dettenhausen ein lebenswerter Ort bleibt und sich gleichzeitig gut für die Zukunft aufstellt.

Zum Schluss möchte ich Sie um Ihre Stimme bitten. Um Ihre Stimme für eine Bürgermeisterin, die ihre Heimat kennt, die unterschiedliche Erfahrungen mitbringt und die bereit ist, sich mit ganzer Kraft für Dettenhausen einzusetzen.

Ich bin Michaela Teltschik. Und ich freue mich darauf, mit Ihnen gemeinsam die Zukunft von Dettenhausen zu gestalten.

Ich habe noch etwas Zeit. Diese möchte ich nutzen und mich bei meiner Familie und Freunden für die Unterstützung in den letzten Wochen ganz herzlich zu bedanken. Ohne Euch wäre dies nicht möglich gewesen.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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